POPINA AD CVCVMAS

 

Lararium

Die Lararien, die Hausaltäre, befanden sich üblicherweise in der Nähe des Herdes. Es gab in den Kneipen Lararien, die einfach auf die Wand gemalt waren, und welche, die als Nischen in die Wand eingelassen waren. Hier haben die älteren Formen oben einen Bogen, die jüngeren sind rechteckig. Nagelreste sowohl an den gemalten als auch an den nischenförmigen Lararien weisen darauf hin, daß sie mit Girlanden geschmückt werden konnten, die dann die aufgemalten Girlanden überdeckten. In den Lararien befanden sich Bilder oder Statuetten der Schutzgeister des Hauses, der lares, und von Schutzgöttern. Oft stellte man neben Statuetten von in der Familie besonders verehrten Göttern auch Ahnenbilder in den Lararien auf. Die penates, Seelen verstorbener Vorfahren, waren die Schutzgeister des Herdfeuers und der Vorräte der Familie. Ihr Altar war der Herd selbst. In einem Lararium stand zwischen den tanzenden lares, die Trinkhörner nach oben hielten, ein Abbild des genius der Familie (gens). Er war der Schutzgeist des Familienoberhauptes (pater familias). Der genius beschützte in der Vorstellung der Römer die eigene Familie und sorgte dafür, daß sie nicht ausstarb. Abbildungen von Schlangen, die die Römer als glücks- und wohlstandsbringende Wesen betrachteten, stellten den schützenden Ortsgeist (genius loci) dar, und waren Symbole zur Abwehr von Unheil und Bösem. Nur sehr wenige Lararien in Kneipen in Pompeii hatten auch angesetzte Architekturelemente, so daß sie ein tempelartiges Aussehen hatten.

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